PRESSELOUNGE: ZUKUNFTSWERKSTATT 2007

Planungsgruppe "Haus der Jugend" gegründet

Stadt Neckarsulm beteiligt junge Generation an Planung des neuen „Hauses der Jugend“ Jugendliche aus unterschiedlichen Interessengruppen engagieren sich gemeinsam

Das neue „Haus der Jugend“ in Neckarsulm, das zurzeit durch den Umbau eines ehemaligen Lagergebäudes beim Bahnhof entsteht, soll eine Einrichtung für alle Jugendliche werden. Damit das Nutzungskonzept mit den Erwartungen und Bedürfnissen der künftigen Besucher übereinstimmt, beteiligen sich Neckarsulmer Jugendliche von sofort an aktiv an der Planung und Realisierung. Dem Aufruf zur Mitarbeit, den das städtische Kinder- und Jugendreferat an die junge Generation richtete, folgten 17 junge Leute aus unterschiedlichen Interessengruppen. Sie trafen sich erstmals im Sitzungssaal des Rathauses, um Näheres über das geplante Haus der Jugend zu erfahren und eine Planungs- und Aktionsgruppe zu gründen. Mit dabei
sind Jugendliche aus Vereinen, Kirchen, offener Jugendarbeit, Politik, Schüler-Mitverantwortung sowie Teilnehmer des Neckarsulmer Jugendförderprogramms „Wir Tun Was“ (WTW).

Der Kinder- und Jugendreferent der Stadt Neckarsulm, Markus Mühlbeyer, begrüßte die Gäste zusammen mit Michael Pittelkow, Projektarbeiter in der offenen Jugendarbeit. „Wir wollen die Neckarsulmer Jugend an einen Tisch holen und Betroffene zu Beteiligten machen“, erklärte Markus Mühlbeyer. Er stellte das geplante Haus der Jugend als Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum mit offenem Kulturcafe vor, das viele Möglichkeiten „von Treff bis Bildung“ biete. Offene Angebote, Kinder- und Jugendtheater, Konzerte, Kleinkunst, Nachwuchsfestivals, Ausstellungen, Disco, Bildungs- und Kulturwerkstätten – in den multifunktional nutzbaren Räumen lasse sich vieles realisieren. Welches Raumprogramm hierfür zur Verfügung steht, erläuterte Oliver Adelhelm, Architekt im Hochbauamt, anhand der Gebäudegrundrisse.
Die Gesamtfläche von 730 Quadratmetern umfasst unter anderem einen 170 Quadratmeter großen Veranstaltungssaal mit Bühnentechnik, Proberäume für Bands, ein Kulturcafe zum gemütlichen, ungezwungenen Treffen, Tischkickern und Billardspielen sowie Aktions- und Begegnungsräume, wo zum Beispiel auch Eltern mit ihren Kindern oder behinderte und nichtbehinderte Nutzer etwas gemeinsam unternehmen können.

Während die Raumaufteilung bereits im Wesentlichen feststeht, soll die Planungs- und Aktionsgruppe stellvertretend für die unterschiedlichen Interessen der Neckarsulmer Jugend bei der Gestaltung und Ausstattung der Räume eigene Vorschläge erarbeiten. „Was selbst gestaltet und geregelt werden kann, wollen wir zusammen mit den Jugendlichen planen und realisieren“, so Markus Mühlbeyer. Darin sieht der Jugendreferent ein Grundprinzip seiner Arbeit: „Mitreden, Mitbestimmen, Mitgestalten.“ Diesem Motto folgten alle Teilnehmer der Inforunde und erklärten sich bereit, weiter in der offenen Planungs- und Aktionsgruppe mitzuarbeiten. Je nach Themenschwerpunkten und Interessen werden weitere junge Neckarsulmer zum Planungsteam dazustoßen. Vom 23. bis 25. März findet eine Zukunftswerkstatt im Bildungshaus des Deutschen Roten Kreuzes in Wüstenrot statt. Dort wollen zwölf jugendliche Planer Ideen und Anregungen erarbeiten, wie das Haus der Jugend atmosphärisch ansprechend gestaltet werden kann und welche Aktionen in den fertigen Räumen angeboten und gemeinsam mit verantwortet werden sollen.
Dabei wird es auch um die Frage gehen, wie sich Teile des Konzepts bereits jetzt im Container der offenen Jugendarbeit verwirklichen lassen. Ziel ist es, bis zur Fertigstellung des Kinder-Jugend-Kulturzentrums im Frühjahr 2008 ein provisorisches Aktionsprogramm auf die Beine zu stellen. (snp)

Im Rathaus Neckarsulm haben sich engagierte Jugendliche getroffen, um sich aktiv an der Planung des künftigen „Hauses der Jugend“ zu beteiligen.

Zukunftwerkstatt 2007